Berlin, März 2026 – Rund 5 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes leben zusätzlich mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Damit wird ADHS bei ihnen deutlich häufiger diagnostiziert als in der Allgemeinbevölkerung. Studien zeigen zudem: Menschen mit Diabetes und ADHS haben im Schnitt höhere Langzeitblutzuckerwerte (HbA1c), erleben mehr Unterzuckerungen und haben ein erhöhtes Risiko für diabetische Ketoazidosen. Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) macht darauf aufmerksam, dass ADHS die Umsetzung der Diabetestherapie erheblich erschweren kann. Umgekehrt kann eine geringe Therapietreue ein Hinweis auf ein bislang unerkanntes ADHS sein. Daher spielt eine strukturierte Diabetesberatung eine zentrale Rolle.
Pressemitteilung